arbeiten


arbeiten

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ar|bei|ten ['arbai̮tn̩], arbeitete, gearbeitet:
1.
a) <itr.; hat Arbeit leisten, verrichten; tätig sein:
körperlich, geistig, gewissenhaft, fleißig, am Schreibtisch arbeiten; sie arbeitet an einem Roman, über den Expressionismus; sie arbeitet für den Frieden (setzt sich dafür ein); für, gegen Geld (gegen Bezahlung) arbeiten; im Akkord, unter schlechten Bedingungen arbeiten.
Syn.: sich befassen, sich beschäftigen, beschäftigt sein, sich betätigen, schaffen (bes. südd.), werken, wirken.
b) <itr.; hat beruflich tätig, beschäftigt sein:
halbtags arbeiten; auf dem Bau, bei der Bahn, in einer Fabrik arbeiten; er arbeitet als Monteur, fürs Fernsehen.
Syn.: in Lohn und Brot stehen (veraltend), schaffen (bes. südd.).
c) <+ sich> durch Arbeit in einen bestimmten Zustand gelangen:
sich müde, krank arbeiten.
2. <itr.; hat in Tätigkeit, in Betrieb, in Funktion sein:
die Maschine arbeitet Tag und Nacht; sein Herz arbeitet wieder normal.
Syn.: an sein (ugs.), angestellt sein, funktionieren, gehen, in Gang sein, laufen.
3. <tr.; hat in einer bestimmten Art oder Gestaltung, Ausführung anfertigen:
ein Kostüm auf Taille, eine Vase in Ton arbeiten; wer hat diesen Anzug gearbeitet?
Syn.: bilden, erschaffen, fertigen, gestalten, hervorbringen, machen.
4. <+ sich> einen Weg [zu einem Ziel] mühevoll zurücklegen:
es dauerte einige Zeit, bis er sich durch den Schnee gearbeitet hatte.
Syn.: sich fortbewegen, sich schleppen.
5. <itr.; hat (Sport) sich körperlich auf bestimmte Leistungen vorbereiten:
mit den Hanteln, am Sandsack arbeiten.
Syn.: trainieren.

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ạr|bei|ten 〈V.; hat
I 〈V. intr.〉
1. Arbeit leisten, Arbeit verrichten
2. sich bemühen, sich anstrengen
3. tätig sein, in Gang sein (Maschine)
4. sich verändern, verziehen (Holz)
6. treiben, aufgehen (Teig)
7. Zinsen tragen, Gewinn bringen (Geld)
8. angestellt sein
angestrengt, fleißig, flink, gut, ordentlich, sauber, schlecht, schnell, sorgfältig, tüchtig \arbeiten; sein Herz, der Motor arbeitet einwandfrei, normal; der Ring, das Wörterbuch ist gut gearbeitet; körperlich, geistig, wissenschaftlich \arbeiten ● er arbeitet schon lange als Tischler; an etwas \arbeiten etwas bearbeiten; an jmdm. \arbeiten sich intensiv mit jmdm. beschäftigen, um ihn zu fördern od. ihn (bes. charakterlich) zu vervollkommnen; an einer Erfindung \arbeiten; am Schraubstock \arbeiten; an sich selbst \arbeiten; auf dem Feld \arbeiten; er arbeitet bei der Post; bei welchem Schneider lassen sie \arbeiten; welcher Schneider näht für Sie?; sich durch den Schnee, das Gestrüpp usw. \arbeiten sich mit Mühe hindurchkämpfen; er arbeitet für die Firma X; er arbeitet für zwei tüchtig, viel; man sah seinem Gesicht an, wie es in ihm arbeitete wie erregt, bewegt er war, wie er mit sich kämpfte; mit einer Firma \arbeiten geschäftl. Beziehungen pflegen; mit dem Kopf \arbeiten; er arbeitete mit aller Kraft, um aus dem Schnee herauszukommen; \arbeiten und nicht verzweifeln (nach Carlyle); \arbeiten wie ein Pferd 〈umg.〉 sehr viel u. angestrengt
II 〈V. tr.〉 anfertigen, herstellen (Kleid, Möbelstück) ● ich habe mir einen Anzug \arbeiten lassen
III 〈V. refl.; umg.; in bestimmten Wendungen〉 es arbeitet sich gut mit ihm zusammen man kann gut mit ihm arbeiten; es arbeitet sich schlecht bei dieser Hitze man kann schlecht arbeiten

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ạr|bei|ten <sw. V.; hat [mhd. ar(e)beiten, ahd. ar(a)beiten = (sich) plagen, angestrengt tätig sein, zu Arbeit]:
1.
a) Arbeit leisten, verrichten; tätig sein:
körperlich, geistig a.;
gewissenhaft, fleißig, hart, den ganzen Tag, am Schreibtisch, im Garten a.;
an einem Roman a. (schreiben);
der Schauspieler hat viel an sich gearbeitet (hat sich viel mit der Ausbildung seiner schauspielerischen Fähigkeiten beschäftigt);
für, gegen Geld a.;
mit den Händen, mit dem Kopf a.;
im Akkord, mit Hochdruck, unter schlechten Bedingungen, unter Tarif a.;
er lässt gern andere für sich a.;
Ü sein Geld a. lassen (es gewinnbringend anlegen);
b) beruflich tätig, beschäftigt sein:
halbtags a. [gehen];
[in] Vollzeit, Teilzeit a.;
auf dem Bau, bei der Bahn, in einer Fabrik, mit Kindern a.;
er arbeitet als Monteur, fürs Fernsehen;
die [nicht] arbeitende Bevölkerung;
c) sich mit jmdm., etw. befassen [u. darüber schreiben]:
er arbeitet über den Expressionismus;
d) <a. + sich; unpers.> sich in bestimmter Weise arbeiten (1 a, b) lassen:
es arbeitet sich gut mit diesem Gerät;
am Abend arbeitet es sich ungestörter.
2.
a) sich für etw. einsetzen; auf ein bestimmtes Ziel, Ergebnis hinarbeiten:
an der Lösung eines Problems a.;
für eine bessere Zukunft a.;
b) jmdm., einer Sache zu schaden suchen:
gegen das Regime a.
3.
a) alle Kräfte aufbieten:
der Ruderer musste schwer a., um gegen die Strömung anzukommen;
Ü das Schiff arbeitet schwer in der Dünung;
b) <a. + sich> einen Weg [zu einem Ziel hin] mühevoll zurücklegen:
sich durch das Gebüsch a.;
der Wurm arbeitete sich nach oben.
4.
a) <a. + sich> durch Arbeit, körperliche Anstrengung in einen bestimmten Zustand gelangen:
sich müde, krank a.;
du musst dich warm a.;
b) sich körperlich so sehr betätigen, dass ein Körperteil in einen bestimmten Zustand gerät:
ich arbeitete mir die Hände wund, den Rücken lahm.
5. in Funktion, Bewegung, Tätigkeit sein; in Betrieb, in Gang sein:
das Herz des Patienten arbeitet regelmäßig;
ihr Gehirn arbeitete fieberhaft;
die Maschine arbeitet einwandfrei, vollautomatisch;
Ü das Holz arbeitet (verzieht sich);
der Wein, Most arbeitet (gärt);
der Teig arbeitet (geht auf).
6. jmdm. zu schaffen machen, jmdn. innerlich beschäftigen:
die Kränkung arbeitete in ihr.
7. (Sport) sich körperlich auf bestimmte Leistungen vorbereiten; trainieren:
mit den Hanteln, am Sandsack a.
8. (bes. Handwerk) anfertigen, herstellen:
ein Kostüm auf Taille a.;
wo, bei wem lassen Sie a.?;
eine Schale in Ton, in Silber a.

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ạr|bei|ten <sw. V.; hat [mhd. ar(e)beiten, ahd. ar(a)beiten = (sich) plagen, angestrengt tätig sein, zu ↑Arbeit]: 1. a) Arbeit leisten, verrichten; tätig sein: körperlich, geistig a.; gewissenhaft, fleißig, hart, den ganzen Tag, am Schreibtisch, im Garten a.; an einem Roman a. (schreiben); der Schauspieler hat viel an sich gearbeitet (hat sich viel mit der Ausbildung seiner schauspielerischen Fähigkeiten beschäftigt); ich arbeite an mir, an unserer Beziehung (Dierichs, Männer 100); für, gegen Geld (gegen Bezahlung) a.; mit den Händen, mit dem Kopf a.; Dompteur Gilbert Huck, das war'n Franzose, ... arbeitete mit Tigern (Kirsch, Pantherfrau 8); im Akkord, mit Hochdruck, unter schlechten Bedingungen, unter Tarif a.; er lässt gern andere für sich a.; er arbeitete für sich ..., er war sein eigener Herr (Koeppen, Rußland 117); <subst.:> jmdn. am Arbeiten hindern; Ü sein Geld a. lassen (es Gewinn bringend anlegen); b) beruflich tätig, beschäftigt sein: halbtags a.; auf dem Bau, bei der Bahn, in einer Fabrik a.; Der Arzt arbeitet in einem Feldlazarett im Frontgebiet (Ott, Haie 204); Seit ich die Kinder habe, gehe ich nicht mehr a. (ugs.; übe ich keinen Beruf mehr aus; Brot und Salz 194); er arbeitet als Monteur, fürs Fernsehen; die arbeitende Bevölkerung, die nicht arbeitende Bevölkerung; <subst.:> hier ist doch kein gedeihliches Arbeiten ... möglich (Plievier, Stalingrad 195); Ü Arbeitet die Geschichte eigentlich für uns oder gegen uns (Dönhoff, Ära 197); c) sich mit jmdm., etw. befassen [u. darüber schreiben]: er arbeitet über den Expressionismus; d) <a. + sich; unpers.> sich in bestimmter Weise ↑arbeiten (1 a, b) lassen: es arbeitet sich gut mit diesem Gerät; am Abend arbeitet es sich ungestörter. 2. a) sich für etw. einsetzen; auf ein bestimmtes Ziel, Ergebnis hinarbeiten: an der Lösung eines Problems a.; für eine bessere Zukunft, für den Frieden a.; b) jmdm., einer Sache zu schaden suchen; gegen das Regime a. 3. a) alle Kräfte aufbieten; der Ruderer musste schwer a., um gegen die Strömung anzukommen; Ü das Schiff arbeitet schwer in der Dünung; b) <a. + sich> einen Weg [zu einem Ziel hin] mühevoll zurücklegen: sich durch das Gebüsch a.; im aufgelockerten Erdreich arbeitete sich ein Regenwurm nach oben (Molo, Frieden 31). 4. a) <a. + sich> durch Arbeit, körperliche Anstrengung in einen bestimmten Zustand gelangen: sich müde, krank a.; du musst dich warm a.; b) sich körperlich so sehr betätigen, dass ein Körperteil in einen bestimmten Zustand gerät: ich arbeitete mir die Hände wund, den Rücken lahm; Sie ... arbeiten sich um einen Schilling in der Stunde den Rücken krumm (Sobota, Minus-Mann 123). 5. in Funktion, Bewegung, Tätigkeit sein; in Betrieb, in Gang sein: das Herz des Patienten arbeitet regelmäßig; die Anlage, Maschine arbeitet vollautomatisch; Die Pumpe arbeitete einwandfrei (Ott, Haie 174); Mein Gehirn arbeitet fieberhaft (Kinski, Erdbeermund 370); Ü das Holz arbeitet (verzieht sich); der Wein, Most arbeitet (gärt); der Teig arbeitet (geht auf). 6. jmdm. zu schaffen machen, jmdn. innerlich beschäftigen: die Kränkung arbeitete in ihm. 7. (Sport) sich körperlich auf bestimmte Leistungen vorbereiten; trainieren: mit den Hanteln, am Sandsack a. 8. a) (Pferdesport) (ein Pferd für seinen jeweiligen Verwendungszweck) ausbilden, zureiten, dressieren: Man wird Ihnen das Pferd jetzt so vorreiten, wie ich es selbst täglich zu a. pflege (Dwinger, Erde 190); b) (Jagdw.) (einen Jagdhund) abrichten u. führen, in die Suche nach Wild einüben: einen Schweißhund, einen Vorstehhund a. 9. (bes. Handw.) anfertigen, herstellen: ein Kostüm auf Taille a.; welcher Schneider hat diesen Anzug gearbeitet?; wo, bei wem lassen Sie a.?; eine Schale in Ton, in Silber a.

Universal-Lexikon. 2012.

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